Kaution
Die Mietkaution soll für den Vermieter eine Sicherheit sein, falls beim Auszug des Mieters Schäden behoben werden müssen oder Zahlungsrückstände aus der Mietzeit ausgeglichen werden müssen.
Die Kaution, die der Vermieter einfordert, darf die Höhe von drei Nettokaltmieten nicht übersteigen. Die Kaution ist zum Zeitpunkt der Wohnungsübergabe fällig
Wie kannst du die Kaution anlegen:
1.) Eine Möglichkeit ist, dass der Vermieter ein Kautionskonto eröffnet, in dem der Mieter als Treugeber berücksichtigt ist. Die Kaution muss der Vermieter in jedem Fall von seinem Vermögen getrennt halten, damit im Falle einer Insolvenz des Vermieters, die Kaution nicht mit untergeht und aus steuerlicher Sicht die Zurechnung klargestellt ist. Die Zinsen für die Mietkaution stehen dem Mieter zu. Nachteil dieser Variante ist die extrem bescheidene Verzinsung, die normalerweise unter einem Prozent liegt. Die Kosten trägt der Vermieter, der auch als Einziger berechtigt ist, das Konto aufzulösen.
2.) Vielleicht kannst du dich mit dem Vermieter darauf einigen, dass du die Kaution selbst anlegst und Ihm das Konto verpfändest bzw. ihn als Treuhänder einsetzt. Hier bieten sich dann unterschiedliche Anlageformen mit besserer Verzinsung. Je nach Kreditinstitut und Höhe der Kaution ist z.B. ein Tagesgeldkonto mit separatem Pfandvertrag, ein Zuwachssparvertrag, Bundesschatzbriefe oder ein Bausparvertrag denkbar. Wichtig für den Vermieter ist, dass der Mieter nicht ohne dessen Einwilligung über die Kaution verfügen kann. Die Bank erhält nach Beendigung des Mietverhältnisses eine Freigabe vom Vermieter, und nur mit dieser kann der Mieter über das Geld inkl. Zinsen verfügen.
3.) Wenn dir das nötige Kleingeld für die Kaution zum Umzugstermin fehlt, oder du dein Geld nicht festlegen möchtest, bietet sich eine Bankbürgschaft an. Bei dieser Möglichkeit der Kautionsstellung musst du zwar kein Geld festlegen, dafür aber welches ausgeben, für die Bankgebühren die anfallen. Im Normalfall musst du für eine Bankbürgschaft ein Konto bei der Bank haben und die entsprechende Kreditwürdigkeit.
4.) Es gibt mittlerweile auch Online-Versicherer, die eine Bürgschaft für die Kaution anbieten. Auch hier schonst du deine Bargeldbestände, zahlst aber eine Abschlussgebühr und laufende Gebühren.
Tipp:
Die Kaution kann in Form von drei Monats-Raten bezahlt werden.
Die Kaution wird vom Vermieter zurückgegeben bzw. freigegeben, wenn nach dem Auszug von seiner Seite aus keine offenen Forderungen mehr bestehen. Dies kann sich in einigen Fällen (wenn z.B. eine Nachzahlung für Nebenkosten wahrscheinlich ist) bis zu neun Monaten hinziehen.




